Eulalie veröffentlicht neue EP „Escapism“ auf Ano Ano

Die in Kyoto geborene Künstlerin Eulalie gibt ihr Debüt auf dem französischen Label Ano Ano mit der neuen EP „Escapism“. Die Veröffentlichung enthält die Singles „Ippo“ und „5 min away“, Remix-Versionen von Gerd Jansen und Gazzi folgen im nächsten Monat.
„Escapism“ erscheint am 21. November über Ano Ano.

Ein vielschichtiges Klanguniversum

Die in Kyoto geborene Elektronikmusikerin, Produzentin und Sängerin Eulalie verbindet introspektives Songwriting mit immersivem Sounddesign. Seit ihrem Debüt im Jahr 2019 mit der experimentellen Single „Car Blinker“ erschafft sie konsequent eine eigene, unverwechselbare Klangwelt: zarte, traumähnliche Musik, die emotionale Verletzlichkeit mit einer leisen, filmischen Größe in Balance hält.

Von ihrem selbstproduzierten Debütalbum „A Day at the Videodrome“ bis hin zu kollaborativen Projekten wie Dreaming Machines – einer Internet-Band mit dem ukrainischen Produzenten CMD 094 und Panta Rhei aus Manchester – hat sich Eulalie die Anerkennung zahlreicher Tastemaker erspielt, darunter BBC Radio 6, NTS und InterFM897.

Ihre hochgelobten Veröffentlichungen erschienen bislang auf Labels wie Forgot Imprint, Dream Catalogue und Pure Life. Mit „Escapism“ stößt sie nun zum progressiven französischen Imprint Ano Ano hinzu.


„Escapism“ – Auflösung in Klang und Zeit

Mit „Escapism“ führt Eulalie ihr Publikum noch tiefer in ihre ätherische Klangpalette und widmet sich Themen wie Zeit, Vergänglichkeit und dem Gefühl, „sich in der umgebenden Welt aufzulösen“.

Die EP schöpft aus Lo-Fi-Pop, Folk-Referenzen und feinsinniger Electronica, angereichert mit ambienten und dreampunkartigen Texturen. Das Ergebnis ist eine durchscheinende, fast trugbildhafte Klanglandschaft, die vor subtilen Details knistert – gedämpft und zugleich leuchtend, intim und entrückend.

Track-by-Track: Klang, Bewegung und Reflexion

Die EP eröffnet mit der Lead-Single „5 min away“, dem tanzbarsten Stück der Veröffentlichung. Eine pulsierende Bassline treibt den Groove voran, während feine elektronische Texturen und Eulalies ätherischer Gesang der clubbigen Energie eine Dream-Pop-Note entgegensetzen.
Der Track wurde gemeinsam mit Pierre Hoepffner produziert und von Kincaid gemischt – eine Einladung zur Bewegung, die zugleich eine sanfte Nachdenklichkeit bewahrt.

Darauf folgt der subtile, melodische Groove von „Tick Tack“, eine Reflexion über die Süße von Flucht, Tagträumen und dem Treibenlassen zielloser Gedanken. Auf einem klanglichen Luftzug aus sich wiederholenden Akkorden, oneirisch geflüsterten Vocals und einer perlenden, darunter wogenden Arpeggio-Bassline gleitet der Track schwerelos dahin.

Das Thema der Selbstreflexion steht im Mittelpunkt des hypnotischen „Mirror in the Mirror“, das die Sehnsucht nach Verbindung erkundet. Es war der erste Track, den Eulalie bei Ano Ano einreichte und diente als konzeptionelle Grundlage der EP. Eingängige Lyrics und unwiderstehliches Sounddesign sorgen dafür, dass sich dieser Song für Tage im Kopf festsetzt.


Eulalie über „Mirror in the Mirror“

„Die Schwierigkeiten in der Kommunikation haben mich dazu gebracht, mich wie ein Spiegel zu fühlen. Ich dachte, Kommunikation bedeutet, das zu verstehen und für die Person mir gegenüber ein Spiegel zu sein. Das war besonders in meiner Kindheit der Fall. Ich habe mir oft eine Situation ausgemalt, in der wir beide mitten in einem Gespräch sind, uns füreinander interessieren und einen Austausch entwickeln, der widerspiegelt, was wir einander sagen. ‚Mirror in the Mirror‘ handelt von der Sehnsucht nach genau dieser Art von Beziehung.“


Ein leiser Abschluss voller Zuversicht

Den Abschluss der EP bildet „Ippo“ (japanisch für „ein Schritt“). Hier verbindet Eulalie Lo-Fi-Pop-Atmosphären, traumhafte Folk-Farben und ihre charakteristische, feinsinnige Electronica. Erneut gemeinsam mit Pierre Hoepffner produziert und von Kincaid gemischt, spricht der Track von Sanftheit und Introspektion – und bewahrt dabei eine ruhige, stetige Vorwärtsbewegung.

„Ippo“ ist Musik für Übergangsmomente und Resilienz, beschrieben als „Wendepunkt: die Akzeptanz der Welt, wie sie ist – unvollkommen, manchmal grausam, aber eine, in der man weitergehen muss, Schritt für Schritt“. Damit fasst der Track die zielgerichtete, nachdenkliche Energie der gesamten EP zusammen.


Eulalie über Escapism

„‚Escapism‘ ist eine Sammlung von Songs über meine persönlichen Fantasien und meine Sicht auf menschliche Interaktion. Wir werden oft durch Kommunikation verletzt, können ihr aber nie ganz entkommen. Ich bin eher ein pessimistischer Mensch, aber diese EP enthält ein kleines Gebet – die Hoffnung auf einen Dialog mit jemandem. Der letzte Song, ‚Ippo‘, ist etwas positiver und handelt davon, zu tun, was man kann, wenn Dinge schieflaufen. Sich der Tatsache zu stellen, dass die Realität voller Leid ist, und dennoch entschlossen weiterzugehen. Es hat einige Jahre gedauert, diese EP zu veröffentlichen, und in dieser Zeit habe ich viele gute Menschen kennengelernt und bin etwas positiver gegenüber Kommunikation geworden. Ich denke, die Songs auf der EP spiegeln diese Veränderung wider.“


Zerbrechlich, tiefgründig, unvergesslich

Mit wandernden Gedanken und existenzieller Poesie lädt „Escapism“ in einen fragilen, reflektierenden Raum ein, in dem Sanftheit und Tiefe koexistieren. Fans von Grimes und FKA twigs werden in Eulalies Stimme und ihrer Verbindung aus Leftfield-Pop und experimenteller, texturaler Electronica Anknüpfungspunkte finden.

Aufnehmend, berührend und nachhaltig – „Escapism“ ist bereit, ganz nach oben auf deine Most-Listened-Playlist zu wandern.

 

Track list - Escapism

1). 5 min away

2). Tick Tack 

3). Mirror in the mirror

4). Ippo

5). Ippo (Gazzi Remix)